E-Lok 1020 041-8

Im Jahr 1943 wurde diese Lokomotive von der AEG unter der Fabriknummer 5728 an die Deutsche Reichsbahn als E 94 103 ausgeliefert. Nach dem zweiten Weltkrieg blieben insgesamt 44 Loks bei den ÖBB, unter anderen auch die E94 103. In der Nachkriegszeit wurden noch 3 Lokomotiven nachgebaut.

1954 wurden die Lokomotiven in die Baureihe 1020 umgezeichnet.

Ab 1967 gab es bei der Reihe 1020 ein grosses Modernisierungsprogramm (HG = Hauptausbesserung mit Grundüberholung) für die 1020.01 bis 1020.44. Die Nachbaulokomotiven 45-47 wurden nicht modernisiert. Speziell wurde die elektrische Ausrüstung der Weiterentwicklung angepasst, wozu auch eine Widerstandsbremse neuerer Bauart gehörte, ebenso wurden die Führerstände verändert und die gesamte Lok neu verkabelt. Für die Sicherheit wurde eine Indusi eingebaut. Für den Fotofan äusserlich sichtbar waren vor allem neue Stromabnehmer, Schneepflüge und Puffer. Am Vorbau gab es neue Lampen. Sehr stark auffallend waren die nunmehr nur zwei Frontfenster sowie grosse Düsengitter bei den Vorbauten.

Die HG wurde nicht nach der Nummerierung der Lokomotiven durchgeführt, sodass 1020.41 bereits als elfte Lok die HG am 29.01.1970 verließ. Damit war sie die letzte 1020 die bei der HG grün lackiert wurde.

Von 1943 bis 1995 war die E94.103 bzw später 1020.41 durchgehend in Bludenz stationiert. Eine Stationierung einer Lok über so einen langen Zeitraum war und ist äußerst selten.

1995 wurde die letzten Maschinen der Baureihe 1020 abgestellt, 1020.41 wurde an einen Privatmann aus Luxemburg verkauft. 1999 wechselte die Lok zur ESG, wo die Lok statt einem wie bei der ÖBB hellen Streifen, einen blauen umlaufenden Streifen erhielt. 2003 wurde 1020.41 zusammen mit der 1020.34 als Ersatzteilspender an die Mittelweserbahn verkauft und bei der anschließenden Hauptuntersuchung in das bekannte blau-gelbe Farbkleid umlackiert. Bei der MWB wurde sie bekannt durch den Schubdienst auf der Spessartrame, zwischen Laufach und Heigenbrücken eingesetzt. Vor dem Fristablauf im Jahr 2012 wurde sie für den Containerverkehr zwischen Bremerhaven und Bremen eingesetzt. 2013 wurde sie an die Salzburger Lokalbahn verkauft, dort verblieb sie bis 2015 ohne Inbetriebnahme. 2015 erfolgte die Übernahme der beiden Loks durch Pro-Lok. Dort erhielt 2016 die 1020.41 die fällige Hauptuntersuchung, 1020.34 wurde verschrottet. Bis Ende 2018 war die Lok dann in verschiedenen Einsätzen zu sehen, wurde dann jedoch wegen technischen Mängeln abgestellt.

Die Lok ist jetzt im Besitz eines unserer Vereinsmitglieder und wurde im Mai 2020 nach Euskirchen in unsere Lokhalle überführt.

Zur Zeit befindet sich die Lok mit freundlicher Unterstützung der Elektrischen Zugförderung Württemberg in Aufarbeitung.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Verein zur Erhaltung historischer Lokomotiven e.V.